Absagen oder Streamingangebote: Viele Messen und Festivals mussten in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aufgeben oder nach individuellen Lösungen suchen. Finanziell rechnen sich die Alternativen nur selten, dennoch lohnen sie sich für die Veranstalter kleinerer Festivals allemal, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.
LEIPZIGER LACHMESSE: Mit der 30. Leipziger Lachmesse läuft von Sonntag 18. bis 25. Oktober ein Satirefestival unter Pandemie-Bedingungen. «Wir wollten nicht klein beigeben und sind dem Label als auch dem Publikum verbunden», sagte Harald Pfeifer vom Veranstalterverein. Auf Künstlerseite habe es zwei Absagen und eine Verschiebung gegeben. Zudem rechnet er mit etwa 40 Prozent weniger Besuchern wegen der coronabedingten Hygienekonzepte an den Veranstaltungsorten. Eine Absage sei aber nie in Frage gekommen, betonte Pfeifer. «Wer einmal absagt, hat die Unschuld verloren. Dann wird es auch für die kleinen Messen und Festivals schwierig, wieder Sponsoren zu finden.»
Besonders bitter für die Künstler ist, dass, wie in den Jahren zuvor, die Anzahl der Gäste über die Gage entscheidet. «Die meisten spielen gegen die Tür, wie man in unserer Branche sagt, als gegen die Abendkasse», erläuterte Pfeifer. Sollte aber aufgrund der zu geringen Zuschauerzahl die Gage zu dürftig sein, werde diese mithilfe der Sponsorengelder aufgestockt. In den vergangenen Jahren hatten jeweils rund 20 000 Menschen das Satirefestival besucht.