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Dresdner Kriegsverlust aufgetaucht: Kaiserlicher Wandteppich

Das Auktionshauses Christie's in München. / Foto: Frank Leonhardt/dpa/Archivbild
Das Auktionshauses Christie's in München. / Foto: Frank Leonhardt/dpa/Archivbild

Sachsen hat nach acht Jahrzehnten mit einer kostbaren Tapisserie einen weiteren Kriegsverlust aus der königlichen Sammlung zurückgewonnen. Der vermisste Wandteppich «Die Ohnmacht der Esther» wurde dem Auktionshaus Christie's angeboten, das im September 2020 erstmals Kontakt zu den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) aufnahm, wie das Finanzministerium in Dresden am Freitag mitteilte. Nach monatelangen Verhandlungen sei eine Einigung über die Rückführung an den Freistaat gelungen. Die Tapisserie werde seit Juni 2021 untersucht, fachgerecht gereinigt und restauriert.

«Die Ohnmacht der Esther» war ein Geschenk von Frankreichs Kaiser Napoleon Bonaparte an den sächsischen König Friedrich August I. im Jahr 1809. Die Tapisserie blieb nach Ende der Monarchie in Sachsen Teil der Ausstattung im großen Speisesaal des Dresdner Residenzschlosses und wurde mit ihr im Zweiten Weltkrieg in Sicherheit gebracht. Nach dessen Ende verschwand die Kostbarkeit spurlos.

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