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Bedeutender Zuwachs für Deutsche Fotothek in Dresden

Die Deutsche Fotothek der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) hat einen Teil der Arbeiten des deutsch-jüdischen Architekten und Fotografen Fritz Block (1889-1955) als Schenkung aus den USA erhalten. «Es gibt nicht so viele bildjournalistische Nachlässe aus den 1920er Jahren, insofern ist es schon ein Schatz», sagte Leiter Jens Bove am Donnerstag. Das Konvolut umfasse 1500 Vintage Prints, 5000 Negative sowie zahlreiche Druckbelege und Archivalien. Die Sach- und Reportagefotografien wurden zwischen 1929 und 1938 in Deutschland sowie auf Reisen aufgenommen, wie während einer USA-Rundfahrt 1931 oder eines Zeppelin-Flugs nach Südamerika 1933.

Der fotografische Nachlass von Block war über Jahrzehnte in Privatbesitz. Die Stiftung des deutsch-amerikanischen Sammlers und Mäzens Manfred Heiting erwarb ihn nach Angaben der SLUB von den Erben. Rund 6000 Farbdias, die nach Blocks Emigration in die USA entstanden, gab sie ans Getty Research Institute (GRI) in Los Angeles, darunter frühe Aufnahmen der kalifornischen Architekturmoderne. Das GRI und die Deutsche Fotothek schaffen gemeinsam Zugang zu der Sammlung, sagte Bove. Die ersten 300 Fotografien seien bereits online.

Block wurde 1889 in Warburg (Nordrhein-Westphalen) geboren, studierte in Dresden Architektur und gründete 1921 in Hamburg ein Architekturbüro. Er zählte zu den engagierten Vertretern des Neuen Bauens in Deutschland, fotografierte erst seine Bauten und dann für illustrierte Zeitungen und Zeitschriften. Ab 1933 musste er das als Jude beenden und sich als Architekt auf Umbauten beschränken, 1938 emigrierte er in die USA.

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