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Aschenbrödel nach Corona-Pause wieder in Schloss Moritzburg

Das Schloss Moritzburg spiegelt sich im Wasser des Schlossteich. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/ZB/Archiv
Das Schloss Moritzburg spiegelt sich im Wasser des Schlossteich. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/ZB/Archiv

Nach unfreiwilliger Pause 2020 wegen der Corona-Pandemie soll das Aschenbrödel kurz vor dem ersten Advent ins Schloss Moritzburg zurückkehren. Die traditionelle Ausstellung «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel» öffnet am 20. November mit Hygienekonzept und der dann für den Besuch von Kultureinrichtungen geltenden 2-G-Regelung. «Es ist die Schau, die wir kennen, mit mehr Kostümen und Requisiten», sagte ein Sprecher der staatlichen Schlösserverwaltung am Donnerstag in Dresden. Aus dem Fundus der Barrandov-Studios in Prag sowie Potsdam-Babelsberg kämen etwa 20 Kostüme, darunter das Original-Hochzeitskleid aus dem Film. «Und zum ersten Mal ist der Reitsattel vom Aschenbrödel zu sehen.»

Ein Special widmet sich in fünf weiteren Räumen Leben und Karriere der im Juni gestorbenen tschechischen Schauspielerin Libuse Safrankova (1953-2021), die für viele Menschen immer das zauberhafte Mädchen Aschenbrödel blieb. Unter dem Titel «Libuse - mehr als nur eine Prinzessin» werden den Angaben nach Originalkleider aus ihren beliebtesten Filmen jenseits davon sowie mehr als 100 Fotos ihrer erfolgreichsten Rollen gezeigt.

Das barocke Jagdschloss des sächsischen Kurfürsten August der Starke (1670-1733) war ein Drehort der deutsch-tschechischen Koproduktion «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel» von 1972/1973. Seit 2011 können Fans und Besucher dort im Winter in die Szenerie des Märchenfilms eintauchen, der zum Kult wurde und fest zum Weihnachts-TV-Programm gehört - von der Küche der Stiefmutter, wo Täubchen «die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen» picken, durch den Stall von Aschenbrödels Pferd Nikolaus bis zum Ballsaal. Mehre als eine Million Menschen haben die Präsentation besucht.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH