DieSachsen.de
User

Zeitung: Spuren vom Juwelendiebstahl führen zu Clanmilieu

12.12.2019 von

Foto: Das Juwelenzimmer im Historischen Grünen Gewölbe im Dresdner Schloss der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD). Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild

Der Juwelendiebstahl im Grünen Gewölbe Dresden könnte nach einem Zeitungsbericht mit arabischstämmigen Clans in Berlin zusammenhängen. Die Polizei prüfe entsprechende Hinweise aus Berlin, schrieb die «Berliner Morgenpost» (Donnerstag). Die Einbrecher sollen demnach bei dem Einbruch ein hydraulisches Spreizwerkzeug benutzt haben. Solche Spezialwerkzeuge wurden in Berlin mehrfach bei der Feuerwehr gestohlen. Ein Gerät wurde bei einem Überfall auf einen Geldtransporter eingesetzt. Zudem soll ein bekanntes Clanmitglied erst kürzlich für den Einbruch bei der Hersteller-Firma der Werkzeuge in Bayern verurteilt worden sein.

Nach Informationen der «Berliner Morgenpost» stellte die Sonderkommission «Epaulette» der Dresdner Polizei eine interne Abfrage an Polizeibehörden in ganz Deutschland, ob irgendwo Einbrüche bekannt seien, bei denen so ein Werkzeug gestohlen oder eingesetzt wurde. Jürgen Schmidt von der Staatsanwaltschaft Dresden sagte, die Sonderkommission stehe auch mit den Berliner Kollegen in Kontakt, um mögliche Parallelen mit dem Diebstahl der «Big Maple Leaf»-Goldmünze 2017 aus dem Bode-Museum in Berlin abzugleichen.

Zwei Einbrecher hatten in der Nacht zum 25. November ein Gitter vor einem Fenster des Museums teilweise durchtrennt, das Fenster samt Rahmen entfernt und waren in die barocke Schatzkammer eingedrungen. Dort hatten sie mit einer Axt eine Vitrine eingeschlagen. Nach wenigen Minuten konnten sie mit Diamanten und Brillanten in hohem Wert flüchten.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Das Juwelenzimmer im Historischen Grünen Gewölbe im Dresdner Schloss der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD). Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild

Mehr zum Thema: Kriminalität Sachsen Berlin Berlin/Dresden

Laden...
Laden...
Laden...