Im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen die rechtsextreme «Freie Kameradschaft Dresden» (FKD) steht der vierte Prozess am Dresdner Landgericht vor dem Abschluss. In dem Verfahren gegen drei Neonazis soll an diesem Donnerstag das Urteil verkündet werden - nach 106 Verhandlungstagen.
Den 31- bis 35-Jährigen werden Gewalttaten und Mitgliedschaft oder Unterstützung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Während der Hauptbeschuldigte sämtliche Vorwürfe bestreitet, gaben die beiden anderen Angeklagten eine Beteiligung an den Leipziger Krawallen zu - und verharmlosten in ihrem letzten Wort die Taten.
Nach Überzeugung der Generalstaatsanwaltschaft haben die drei mit der 2015 gegründeten rechtsextremen FKD in verschiedener Beteiligungen unter anderem bei rechtsextremen Krawallen in Heidenau Polizisten attackiert, waren an Angriffen auf Andersdenkende und Flüchtlingsunterkünfte, am Überfall auf das Dresdner Wohnprojekt und an der Randale von Hooligans und Neonazis Anfang 2016 in Leipzig-Connewitz beteiligt.