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Tod eines Flüchtlings: Mordprozess am Landgericht Dresden

Das Dresdner Landgericht. / Foto: Monika Skolimowska/ZB/dpa/Archivbild
Das Dresdner Landgericht. / Foto: Monika Skolimowska/ZB/dpa/Archivbild

Knapp anderthalb Jahre nach dem gewaltsamen Tod eines jungen Mannes im Plattenbauviertel Gorbitz muss sich ein 22-Jähriger wegen Mordes am Landgericht Dresden verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm laut der am Dienstag verlesenen Anklage zudem versuchten Totschlag, gefährliche Körperverletzung und Diebstahl vor. Danach soll der Asylbewerber aus Afghanistan den gleichaltrigen Landsmann nach einem Streit am 27. Juni 2021 getötet haben, um die anderen Staftaten zu vertuschen. Er hatte sich Stunden später gestellt und Angaben gemacht, seitdem schweigt er. Sein Verteidiger sagte, sein Mandant wolle sich nicht äußern.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat der Angeklagte seinem Bekannten in der Nacht in dessen Wohnung zunächst ein Messer in den Hals gerammt, dabei eine Schlagader durchtrennt und dann mindestens 100 Euro gestohlen. Er habe das Geld verspielt, sei drei Stunden später zurückgekommen und habe das Opfer mit einem Gürtel erdrosselt. Ein Kommissar fand am Morgen die Leiche verdeckt unter Decken und Kissen neben dem Schlafsofa. Die beiden Flüchtlinge hatten sich in Deutschland kennengelernt.

Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt, bis Mitte Dezember sind weitere acht Verhandlungstage geplant.

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