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Staatsanwalt fordert: Lebenslang für Mordkomplott

Blick auf das Landgericht Dresden. / Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Blick auf das Landgericht Dresden. / Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Im Prozess um den grausamen Tod eines 38-Jährigen im Sommer 2020 hat die Staatsanwaltschaft am Landgericht Dresden lebenslange Freiheitsstrafen für die Hauptangeklagte und einen mutmaßlichen Komplizen gefordert. Bei einem weiteren Beschuldigten plädierte sie auf 14 Jahre und 10 Monate. Die drei seien wegen Mordes und Menschenraubs schuldig zu sprechen - bei Letzterem sei aber die Hilfe bei der Aufklärung des Verbrechens zu berücksichtigen, sagte deren Vertreter, Till von Borries. Für eine Mittäterin, die «nur» bei der Entführung des Mannes dabei war, verlangte er zehneinhalb Jahre wegen Mordes durch Unterlassen und Menschenraubs.

«Es war ein Mord, ein feiger Mord, eine rohe, sinnlose Tat», sagte er. Stephanie W. habe das Komplott initiiert, um ihren Noch-Ehemann loszuwerden, aus Angst vor Auseinandersetzungen um den gemeinsamen Sohn und die Zwillinge, die sie erwartete. Sie habe das Trennungsjahr nicht abwarten wollen, sagte von Borries. Ihr Mann habe versucht, die Ehe zu retten.

Laut Anklage haben die Deutschen ihn am 13. Juni 2020 entführt und in Tötungsabsicht grausam und über Tage in einem einsamen Waldstück gequält. W. und die beiden Männer sollen auch Steine auf den Oberkörper des schwer verletzten, nur noch röchelnden Mannes geworfen haben. Am 14. Juni sollen sie abends einen spitzen Gegenstand in dessen Hals gerammt haben. Der Mann starb am 15. oder 16. Juni und war erst nach fast einer Woche gefunden worden.

Der Prozess wird am 31. Januar mit den Plädoyers der Verteidigung fortgesetzt.

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