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Oldschool Society: Verteidiger zweifeln Gefährlichkeit an

21.02.2017 von

Im Terrorprozess gegen die rechtsextreme «Oldschool Society» vor dem Oberlandesgericht München hat die Verteidigung die Gefährlichkeit der Gruppierung infrage gestellt. Die Angeklagten seien alles keine Waisenknaben, aber über allgemeines Gerede seien sie nicht hinausgekommen, sagte Rechtsanwalt Michael Rosenthal am Dienstag in seinem Plädoyer vor dem Oberlandesgericht München. Der Jurist vertritt den 58-jährigen ehemaligen Präsidenten der «Oldschool Society», die nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft unter anderem Anschläge auf Asylbewerberunterkünfte planen wollte. Die Anklage wirft ihm und drei Mitangeklagten unter anderem die Bildung einer terroristischen Vereinigung vor. Verteidiger der anderen Angeklagten wollten am Nachmittag ihre Plädoyers halten. Die Bundesanwaltschaft hatte vor gut einer Woche mehrjährige Haftstrafen für alle vier gefordert.

Die Verteidiger des 58-Jährigen verzichteten auf eine Strafforderung und appellierten an das Gericht, die Situation der Angeklagten in ihre Urteilsfindung einzubeziehen, ebenso wie die Tatsache, dass es keinen Anschlag gab. Rosenthal warf dem Strafsenat vor, die Umstände nicht ausreichend erfragt zu haben. Die Angeklagten eine das Gefühl, überall zu kurz zu kommen, auch weil sie die Flut an Informationen nicht einordnen könnten. Das sei eine Welt, die zu komplex ist, um verstanden zu werden, «jedenfalls von denen». Das mache ihnen Angst. «Da etabliert sich ein Gefühl, gegen das man mit Fakten nicht ankommt.»

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Uli Deck

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