Beschäftigte mehrerer Banken in Deutschland sind auf eine Bande von Trickbetrügern hereingefallen - nun hat das Landgericht Frankfurt sechs Mitglieder zu Haftstrafen verurteilt. Die Männer im Alter zwischen 23 und 30 Jahren hätten in der Bande ein etabliertes Betrugssystem vorgefunden, sagte die Vorsitzende Richterin bei ihrer Urteilsbegründung. Der genaue Betrugsablauf sei ihnen jedoch nicht bekannt gewesen. Bei den 25 Taten in unterschiedlicher Besetzung hatten Banken in den Jahren 2023 und 2024 mehr als eine Million Euro auf Geldwäsche-Konten überwiesen.
Überweisungen storniert
Dem Urteil zufolge überwies etwa eine Bank in Bremerhaven fast 696.000 Euro an mehrere Konten. Ein Geldinstitut in Bayern führte aufgrund des Anrufs 39 Überweisungen von insgesamt mehr als 360.000 Euro aus. Von einer Bank in Gießen wurden mehr als 172.000 Euro überwiesen.
Dieses Geld mussten die Banken ihren Kunden erstatten. Insgesamt konnten jedoch einige Überweisungen noch storniert und zudem Gelder zurückgeholt werden. Bei ihren Zeugenaussagen gaben die Bankmitarbeiter an, sie hätten gute Arbeit leisten und den angeblichen Kunden zufriedenstellen wollen. Einige von ihnen ließen sich als Folge der Taten psychotherapeutisch behandeln.
Haupttäter aus Dresden
Die 24 und 27 Jahre alten Haupttäter lebten in Dresden und erhielten jeweils Haftstrafen von mehr als fünf Jahren. Drei weitere wurden zu Freiheitsstrafen zwischen drei und vier Jahren verurteilt, in einem weiteren Fall wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt. Die Urteile sind zum Teil noch nicht rechtskräftig.
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