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NSU-Prozess: Gericht will Zschäpes Mutter befragen

Die Mutter der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe ist heute als Zeugin im NSU-Prozess geladen. Das Oberlandesgericht (OLG) München ordnete ihr Erscheinen an, nachdem sie vergangene Woche ihr Aussageverhalten teilweise verändert hatte. In einem Schreiben an das Gericht stimmte sie der Verwertung ihrer Aussagen aus einer Polizeivernehmung zu, bat aber auch darum, vor Gericht nicht noch einmal vernommen zu werden. Im November 2013 war Zschäpes Mutter zum ersten Mal vor Gericht in München. Damals hatte sie jegliche Aussage verweigert und auch die Verwertung des Polizeiprotokolls untersagt.

Beate Zschäpe hatte fast 14 Jahre mit den beiden Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Untergrund gelebt. Sie ist die einzige Überlebende des NSU-Trios. Die Bundesanwaltschaft hat sie als Mitglied des «Nationalsozialistischen Untergrunds» für alle Verbrechen der Gruppe angeklagt. Dazu gehören zehn Morde, von denen neun aus rassistischen Motiven verübt wurden.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Peter Kneffel