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Neuer Prozess wegen Unfalltod von Studentin im Februar

Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild
Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Der Prozess um den Unfalltod einer ägyptischen Studentin in Cottbus wird neu aufgerollt. Der Berufungsprozess am Landgericht Cottbus beginnt am 15. Februar. Das Gericht hat Termine bis in den März hinein angesetzt, wie es am Donnerstag mitteilte.

Der Angeklagte wurde im ersten Prozess vor dem Amtsgericht Cottbus wegen fahrlässiger Tötung vor gut einem Jahr zu einer Jugendstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Autofahrer aus Dresden in hohem Maße grob fahrlässig gehandelt hatte, als er am 15. April 2017 den Unfall verursacht hatte. Dabei wurde die 22 Jahre alte Fußgängerin so schwer verletzt, dass sie kurze Zeit später starb.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, die in diesem Verkehrsbereich zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde um etwa 20 Kilometer pro Stunde überschritten zu haben. Bei Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit hätten die tödlichen Folgen vermieden werden können, so das Gericht. Die Verteidigung legte Rechtsmittel gegen das Urteil des Amtsgerichtes ein.

Der Unfall hatte für Schlagzeilen und Debatten über Ausländerfeindlichkeit gesorgt. Die Staatsanwaltschaft hatte auch gegen einen Beifahrer des angeklagten Autofahrers ermittelt - wegen des Verdachts der Volksverhetzung und Beleidigung. Er soll die verletzte Ägypterin am Unfallort mit Parolen beschimpft haben. Das Verfahren wurde eingestellt, weil nicht erwiesen war, dass ausländerfeindliche und volksverhetzende Parolen gefallen seien, hieß es.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH