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Mordfall Wunderlich: DNA-Spur nicht im Labor übertragen

25.01.2017 von

Im Mordfall Heike Wunderlich hat sich das Landgericht Zwickau den dritten Prozesstag in Folge mit der DNA-Spur beschäftigt, die nach fast 30 Jahren zum Angeklagten führte. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob dieser zentrale Beweis auch auf anderem Wege an BH, Slip und Mopedgepäckband gelangt sein könnte, mit dem die damals 18-Jährige am 9. April 1987 erdrosselt wurde. Eine Übertragung im Labor schloss der Sachverständige Steffen Schulze vom Landeskriminalamt Dresden jedoch aus. Das sogenannte Drosselwerkzeug sei im Zeitraum 1999/2000 untersucht worden. Die Speichelprobe aus einem anderen Verfahren gegen Helmut S. wurde demnach erst 2001 im LKA untersucht, erklärte der Experte am Mittwoch.

Weil der 61-Jährige unter anderem wegen Vergewaltigung in der DNA-Datenbank registriert war, kamen ihm die Ermittler schließlich auf die Spur. Der Frührentner aus dem thüringischen Gera schweigt zu den Vorwürfen.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Jan Woitas

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