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Männer wegen Angriffs auf Polizisten in Königstein angeklagt

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild
Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Ein Jahr nach einem Angriff mutmaßlicher Rechtsextremer auf die Polizei in der Sächsischen Schweiz hat die Staatsanwaltschaft Dresden Anklage gegen zehn Männer erhoben. Ihnen werde unter anderem Landfriedensbruch und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, teilte die Anklagebehörde am Dienstag mit.

Die Verdächtigen im Alter von 37 bis 48 Jahren sollen am Himmelfahrtstag 2020 mit weiteren 20 Menschen im Königsteiner Ortsteil Pfaffendorf gefeiert haben. Die Polizei wurde wegen Ruhestörung gerufen: Von dem Grundstück sei rechtsextreme Musik geschallt und es seien verfassungsfeindliche Parolen gerufen worden.

Als zunächst vier Beamte eintrafen, seien sie von den Angeklagten bedroht und beschimpft worden. Die Männer hatten sich laut Staatsanwaltschaft mit Holzlatten und einem Metallrohr bewaffnet. Ein Polizist sei mit Bier überschüttet worden, später sei auch ein Bierkrug in Richtung eines Beamten geworfen worden. Erst nachdem Verstärkung gerufen wurde, konnte die Polizei die Lage unter Kontrolle bringen.

Laut Staatsanwaltschaft muss das Amtsgericht Pirna nun Prozesstermine festlegen. Um coronakonform verhandeln zu können, sei das Verfahren in drei Anklagen geteilt worden: zweimal gegen drei Beschuldigte und einmal gegen vier.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH