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Grünes Gewölbe-Prozess: DNA von Angeklagtem bei Banküberfall

Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. / Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild
Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. / Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Mindestens einer der wegen des Einbruchs ins Grüne Gewölbe im November 2019 am Landgericht Dresden Angeklagten soll drei Wochen zuvor eine Bankfiliale in Berlin überfallen haben. Von dem 23-Jährigen wurde eine DNA-Spur am Tatort im Stadtteil Wedding sichergestellt, wie Polizisten am Dienstag als Zeugen berichteten. Etwa drei Täter hätten am 4. November 2019 ein Fenstergitter auf der Rückseite des Gebäudes aufgebogen und die Scheibe eingeschlagen, um in die Räume einzudringen. Zwei Mitarbeiterinnen, die noch in der Filiale waren, flüchteten aus dem Vordereingang.

Die Fenstergitter sollen, wie später beim Einbruch in das Dresdner Museum, schon vor dem Überfall durchtrennt und präpariert worden sein. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass der 23-Jährige einer der Täter war. «Wir überlegen, eine Nachtragsanklage gegen ihn einzureichen», sagte Oberstaatsanwalt Matthias Almang am Rande der Verhandlung. Dann müsste sich der Mann im laufenden Prozess auch dafür verantworten.

Ihm und fünf Verwandten zwischen 23 und 28 Jahren wirft die Staatsanwaltschaft schweren Bandendiebstahl, Brandstiftung und besonders schwere Brandstiftung vor. Sie stammen aus einer bekannten arabischstämmigen Berliner Großfamilie. Am frühen Morgen des 25. November 2019 sollen sie aus dem Dresdner Museum 21 Schmuckstücke mit insgesamt 4300 Diamanten und Brillanten im Gesamtwert von über 113 Millionen Euro gestohlen und Schäden in Höhe von über einer Million Euro hinterlassen haben. Sie sollen zudem einen Stromkasten in der Altstadt und eines ihrer Fluchtautos in einer Tiefgarage angezündet haben.

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