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Fußball-Krawalle: Bisher mehr als 40 Verdächtige bekannt

Im Zusammenhang mit den schweren Fußball-Krawallen vom Mai in Dresden sind inzwischen 44 Tatverdächtige identifiziert. Ein weiterer Mann, ein 42-Jähriger, habe sich selbst gestellt, teilte die Polizei am Freitag mit. Im Zuge der Ermittlungen der Soko «Hauptallee» wird mit Bildern aus Videokameras auf Plakaten und im Internet nun aktuell noch nach 16 Personen öffentlich gefahndet. Bis auf einen Mann, der bei einer Kontrolle gefasst wurde, haben sich die bisher namentlich bekannten Gesuchten selbst gemeldet.

Im Nachgang der Ereignisse beim Heimspiel von Dynamo Dresden gegen Türkgücü München (4:0) hat die Soko «Hauptallee» bisher mehr als 160 Personen ermittelt, die unter dem Verdacht des Landfriedensbruchs im besonders schweren Fall stehen. Vier 18- bis 25-Jährige sind in Untersuchungshaft. Sie sollen maßgeblich an den Ausschreitungen beteiligt gewesen sein sowie Flaschen und Steine geworfen haben. Ein erster Beschuldigter wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Der 34-Jährige hatte den Tritt in den Rücken eines Polizisten sowie Kopfstöße gegen zwei weitere Beamte, die ihn festnahmen, zugegeben.

Am 16. Mai hatten sich Tausende Menschen im Großen Garten eingefunden, um den Aufstieg von Dynamo Dresden in die 2. Bundesliga zu feiern. Hunderte gewaltbereite Fans griffen Polizisten mit Pyrotechnik an, zudem flogen Flaschen und Steine. 185 Beamte wurden verletzt, 30 waren zeitweise dienstunfähig und 6 im Krankenhaus. Die Polizei geht von insgesamt über 600 Tatverdächtigen aus.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH