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Ermittlungen gegen Lina E. eingestellt

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat die Ermittlungen gegen die Studentin Lina E. im Zusammenhang mit einem Überfall auf eine Prokuristin einer Leipziger Immobilienfirma eingestellt. Es fehle ein hinreichender Tatverdacht, Lina E. habe eine Tatbeteiligung nicht mit der nötigen Sicherheit nachgewiesen werden können, teilte die Anklagebehörde am Montag mit. Auch die Ermittlungen gegen einen zweiten Verdächtigen seien eingestellt worden. Ein Anfangsverdacht gegen ihn sei widerlegt worden.

Vermummte hatten die Prokuristin im November 2019 in ihrer Wohnung überfallen und mit Faustschlägen verletzt. In einem im Internet veröffentlichten Schreiben wurde der Angriff als Reaktion auf einen hochpreisigen Neubau im Leipziger Stadtteil Connewitz dargestellt, für den die Firma der Frau verantwortlich ist. Die Polizei stufte die Attacke als linksextremistisch ein.

Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt in diesem Fall noch weiter gegen eine frühere Mitarbeiterin der Uniklinik Magdeburg. Sie wird verdächtigt, die Meldeadresse der Prokuristin unberechtigt abgefragt und weitergegeben zu haben.

Lina E. wird seit Anfang September zusammen mit drei Männern vor dem Oberlandesgericht Dresden unter anderem wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und schweren Landfriedensbruchs der Prozess gemacht. Laut Anklage ist sie Anführerin einer linksextremistischen militanten Gruppe, deren Ziel es war, tatsächliche und mutmaßliche Angehörige der rechten Szene anzugreifen und zu verletzen.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH