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Durchsuchungen in sächsischem Auftrag in Schleswig-Holstein

Ein Blaulicht leuchtet auf einem Polizeifahrzeug. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Symbolbild
Ein Blaulicht leuchtet auf einem Polizeifahrzeug. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Symbolbild

Im Zuge von Ermittlungen gegen drei mutmaßliche Schleuser hat die Staatsanwaltschaft Dresden die Wohnungen von einem 31-Jährigen und einem 36-Jährigen in Schleswig-Holstein durchsuchen lassen. 38 Beamte aus Sachsen stellten in den Räumlichkeiten in Wedel und Norderstedt (Kreis Pinneberg) umfangreiches Beweismaterial sicher, darunter digitale Speichermedien und Dokumente, wie die Bundespolizeiinspektion Berggießhübel in Pirna am Mittwoch mitteilte. Insgesamt wird gegen drei Männer wegen Verdachts des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern ermittelt. Die Syrer sollen in mindestens vier Fällen Landsleute illegal nach Deutschland gebracht haben.

Ein 33-Jähriger war bereits am vergangenem Wochenende bei einer Kontrolle in Bayern in Gewahrsam genommen worden. In seinem Auto saßen drei Landsleute ohne die erforderlichen Einreisedokumente. Danach wurde seine Wohnung in Quickborn (Schleswig-Holstein) durchsucht. Im November 2020 hatte die Bundespolizei eine Schleusung auf der A 17 Prag-Dresden gestoppt und im Zuge dessen Beweise für ein Geschäftsmodell gefunden. Danach bringt eine Organisation Menschen per Auto über die Balkanroute nach Deutschland - für 6000 bis 11 000 Euro pro Person.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH