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Drogenhandel via Mobiltelefone: 28-Jähriger angeklagt

Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Christoph Soeder/dpa
Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Christoph Soeder/dpa

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat einen Mann angeklagt, der Drogenhandel im großen Stil per Mobilfunktelefon organisiert haben soll. Wie die Ermittler am Freitag bekanntgaben, werden dem 28-Jährigen aus Georgien 24 Fälle zur Last gelegt. So soll er von April 2017 bis Dezember 2019 in 17 Fällen insgesamt mindestens 51 Kilogramm Crystal zum Preis von mehr als einer Million Euro von einem anderen Beschuldigten angekauft und im Raum Dresden und Meißen gewinnbringend weiterverkauft haben. Auch der Verkauf von 20 Kilogramm Marihuana im Wert von 94.500 Euro sowie von weiterem Crystal zum Preis von 250.000 Euro wird ihm vorgeworfen.

Laut Staatsanwaltschaft kommunizierte der Mann über verschlüsselte Mobiltelefone des Anbieters EncroChat. Französischen Ermittlern sei es gelungen, den Datenbestand dieses Anbieters für einen gewissen Zeitraum zu entschlüsseln. Die Erkenntnisse wurden der Dresdner Staatsanwaltschaft im Zuge der internationalen Rechtshilfe zur Verfügung gestellt. Der Beschuldigte befindet sich seit Ende Januar dieses Jahres in Untersuchungshaft. Der Mann sei nicht einschlägig vorbestraft und habe sich zu den Vorwürfen bisher nicht geäußert, hieß es. Das Landgericht Dresden muss nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung eines Hauptverfahrens entscheiden.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH