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Drei Männer wegen bandenmäßigen Drogenhandels verurteilt

Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Wegen bandenmäßigen Drogenhandels hat das Landgericht Zwickau drei Männer verurteilt. Für den Hauptangeklagten, einen 24-Jährigen, verhängte die Jugendkammer eine Freiheitsstrafe von achteinhalb Jahren. Zwei 20 und 21 Jahre alte Komplizen erhielten Jugendstrafen von zwei sowie einem Jahr, die zur Bewährung ausgesetzt wurden, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Sie nahmen die Urteile an, im Fall des Älteren ist es noch nicht rechtskräftig. Das Verfahren gegen zwei Mitangeklagte wurde abgetrennt und an eine Strafkammer verwiesen, da sie Erwachsene sind.

Nach Überzeugung der Richter haben die drei Verurteilten als Mitglieder einer Bande zwischen Dezember 2020 und Mai 2021 in mehreren Lieferungen insgesamt mindestens 59 Kilo Crystal, fast 33 Kilo Marihuana und gut zwei Kilogramm Kokain erhalten und davon mindestens 47 Kilogramm Crystal, rund 28 Kilogramm Marihuana und das komplette Kokain gewinnbringend verkauft. Dabei war der 24-Jährige Kontaktmann zu den Lieferanten in Frankfurt am Main, führte die Verhandlungen, bestimmte und kontrollierte die Preise. Der 20-Jährige sei dessen rechte Hand gewesen und der 21-Jährige Kurierfahrer.

Die drei Angeklagten gestanden vor Gericht, mit Ausnahme des bandenmäßigen Vorgehens. Für die Absprache untereinander nutzten sie sogenannte Krypto-Handys, die das FBI präpariert und an Abnehmer verkauft hatte, die nicht wussten, dass die verschlüsselte Kommunikation mitgelesen werden konnte. Das FBI hatte den deutschen Behörden die im Zuge eines in den USA geführten Verfahrens gewonnenen Informationen zur Verfügung gestellt.

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