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Betrüger prellt Bremer Umweltressort um 30.000 Euro

Eine Darstellung der Göttin Justitia. / Foto: Carsten Koall/dpa/Symbolbild
Eine Darstellung der Göttin Justitia. / Foto: Carsten Koall/dpa/Symbolbild

Ein Trickbetrüger hat das Umweltressort des Bremer Senats um über 30.000 Euro geprellt. Wegen dieses und anderer Delikte ist der Mann vom Amtsgericht Dresden zu drei Jahren Haft verurteilt worden, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag bestätigte. Der Angeklagte, der seine Opfer bundesweit fand, sei am Vortag in 41 Fällen von Geldwäsche und 2 Fällen von Betrug schuldig gesprochen worden. Der Gesamtschaden betrug nach Medienberichten etwa 160.000 Euro. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Ermittelt hatte die Staatsanwaltschaft Dresden, weil mehrere Geschädigte dort wohnen. Der Angeklagte lebte nach Gerichtsangaben in Bremen. Teils verübte er seine Betrügereien am Telefon. An die Bremer Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau richtete er im Frühjahr 2021 zwei getürkte Rechnungen im Namen eines frei erfundenen Vereins für angebliche Beraterleistungen.

Die Rechnungen wurden über die Hauspost zugeleitet, wie das Ressort in diesem Dezember im Haushalts- und Finanzausschuss der Bremischen Bürgerschaft berichtete. Sie sollten mit einem falschen Stempel den Anschein erwecken, als seien sie im Haus schon bearbeitet und geprüft worden. Mit einer gefälschten Unterschrift wurde die sachliche Richtigkeit bestätigt. So wurden dem Bericht zufolge erst etwa 30.000 Euro, dann 38.000 Euro ausgezahlt. Bei der zweiten Überweisung wurde die Bank misstrauisch, dieser Betrag konnte zurückgebucht werden.

Das Umweltressort habe in dem Dresdener Prozess in einem sogenannten Adhäsionsverfahren seine Ansprüche geltend gemacht, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. «Es ist nach wie vor die Frage, wie diese Papiere in die Hauspost gelangen konnten», sagte sie. Dem Bericht für das Parlament zufolge sind die Regeln für den Umgang mit Rechnungen inzwischen verschärft worden.

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