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Autorennen: Polizei hat im Vorjahr 92 Straftaten registriert

24.08.2020 von

Foto: Ein Streifenwagen der Polizei steht mit eingeschaltetem Blaulicht auf der Straße. Foto: Carsten Rehder/dpa/Illustration

Die sächsische Polizei hat im vergangenen Jahr 92 Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit illegalen Autorennen geführt. Im Jahr davor seien es 21 gewesen, teilte das Innenministerium am Montag auf Anfrage mit. Allerdings lässt sich aus den beiden Zahlen keine richtige Entwicklung ablesen. Erst Mitte 2018 sei das elektronische Auskunftssystem so angepasst worden, dass Fälle von Raserei im Straßenverkehr zuverlässig erfasst werden, hieß es.

Raserei und illegale Straßenrennen gelten seit 2017 in Deutschland als Straftat und nicht mehr als Ordnungswidrigkeit. Nach dem Strafgesetzbuch wird das mit bis zu zwei Jahren Haft oder einer Geldstrafe geahndet. Eine Umfrage in den Bundesländern hatte kürzlich ergeben, dass die Zahl der Raser auf Deutschlands Straßen trotzdem wächst. Demnach zählte die Polizei in neun Bundesländern 2019 rund 1900 Fälle, etwa 700 mehr als ein Jahr zuvor. Darunter fallen neben illegalen Rennen auch Raser, die allein unterwegs waren oder mit hohem Tempo vor der Polizei flüchteten.

Am Samstagabend war in Dresden ein sechsjähriges Kind infolge eines mutmaßlichen illegalen Autorennens in Dresden ums Leben gekommen. Einer der beiden Tatverdächtigen wurde am Sonntag vorläufig festgenommen. Gegen ihn wird wegen fahrlässiger Tötung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt. Zudem wurde gegen beide Männer ein Ermittlungsverfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet.

Am Sonntag verunglückte im Landkreis Gifhorn (Niedersachsen) ein 38-Jähriger mit seinem Sportwagen tödlich. Auch hier gaben Zeugen Hinweise auf ein Autorennen. Deshalb wird gegen einen 24-Jährigen ermittelt, der bei dem Rennen als Kontrahent mitgefahren sein soll.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Ein Streifenwagen der Polizei steht mit eingeschaltetem Blaulicht auf der Straße. Foto: Carsten Rehder/dpa/Illustration

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