Nach einer Reihe von Geldautomatensprengungen unter anderem in Sachsen hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt Anklage gegen drei der mutmaßlichen Täter erhoben. Gegen die Männer bestehe der Verdacht des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des schweren Bandendiebstahls in jeweils drei Fällen, der Verdacht der Vorbereitung eines Explosionsverbrechens in zwei Fällen sowie der Sachbeschädigung, teilte die Behörde am Dienstag mit. Die Anklage sei bei der Großen Strafkammer des Landgerichts Fulda erhoben worden.
Die Männer im Alter von 40, 42 und 45 Jahren sollen sich Anfang 2017 mit weiteren Verdächtigen in Ungarn zu einer Bande zusammengeschlossen haben und ab Oktober 2017 nach Deutschland eingereist sein, um Geldautomaten aufzusprengen. Die Generalstaatsanwaltschaft legt ihnen zur Last, jeweils mindestens zu zweit in wechselnder Besetzung Bankfilialen in Sachsen und Osthessen betreten und aus mitgebrachten Gasflaschen ein Gasgemisch in den Geldausgabeschacht der Automaten eingeleitet und per Fernzündung zur Explosion gebracht zu haben.