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29-Jähriger wegen Drogenhandels per Enchrochat verurteilt

Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Ein 29-Jähriger hat einem Gerichtsurteil zufolge zwischen April und Juni 2020 mit 52 Kilogramm Crystal und 30 Kilogramm Marihuana gedealt. Das Landgericht Dresden verurteilte den Mann am Mittwoch zu zehn Jahren und sechs Monaten Freiheitsstrafe. Der mehrfach vorbestrafte Mann gehörte den Angaben zufolge zu den Nutzern von Encrochat-Kryptohandys, deren Kommunikation in diesem Zeitraum von französischen Behörden entschlüsselt und ausgespäht wurde. Der Verurteilte sei sehr professionell vorgegangen und hoch vernetzt gewesen, was für eine hohe kriminelle Energie spreche, sagte die Vorsitzende Richterin. Die Entscheidung der Kammer ist noch nicht rechtskräftig.

Der Mann habe die Droge Crystal, die im Raum Dresden zum Straßenpreis von 50 bis 70 Euro pro Gramm verkauft werde, zu einem Preis von neun Euro gehandelt und stets schnell liefern können, hieß es in der Urteilsbegründung.

Die Kammer folgte mit dem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Für den Beschuldigten spreche, dass er kooperativ gezeigt und in seinem letzten Wort auch Reue zu erkennen gegeben habe. Die Verteidigung hatte Freispruch gefordert, sie hält die ausgespähten Encrochat-Kommunikationsdaten für nicht verwertbar.

Die Kammer ordnete darüber hinaus die Einziehung von mehr als 650.000 Euro an - die Einnahmen aus den Drogengeschäften. Der Mann hat in den vergangenen sieben Jahren meist in Haft gesessen, seit Herbst 2020 verbüßt er eine frühere Freiheitsstrafe. Ein weiteres Drogenverfahren gegen ihn läuft.

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