Sachsen will die Corona-Schnelltests massiv ausweiten, um die Pandemie weiter unter Kontrolle zu bringen. Bei einer «Vogtlandkonferenz» kündigte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag an, 40 000 zusätzliche Tests aus Beständen des Freistaates ins Vogtland zu geben und 20 000 nach Nordsachsen. Beide Landkreise sind derzeit besonders von Neuinfektionen betroffen. Das Vogtland stand am Dienstag mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 232,3 zu Buche und befand sich damit unter den zehn am stärksten betroffenen Landkreisen in Deutschland. Nordsachsen hatte einen Wert von 142,2. «Wir müssen testen, testen, testen», sagte Köpping.
Vogtland-Landrat Rolf Keil (CDU) gab einen Überblick zum aktuellen Infektionsgeschehen. Bislang seien im Vogtland 123 Mutationen des Coronavirus festgestellt worden - 25 Prozent aller in Sachsen bekannt gewordenen Mutationen. Seit vergangenem Freitag würden Massentests im Vogtland laufen. Am Montag habe man bei 4732 Tests 27 positive Fälle registriert, am Dienstag bei 4531 Tests 16 Fälle. Grundschulen und Kitas habe man wieder schließen müssen. Die Notbetreuung laufe, die Begeisterung halte sich in Grenzen, sagte der Landrat.