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Rollende Impfstation für drei Tage im Vogtland

Ein Impfarzt und eine Impfhelferin bereiten sich in einem rollenden Impfzentrum auf die Impfungen gegen Corona vor. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Ein Impfarzt und eine Impfhelferin bereiten sich in einem rollenden Impfzentrum auf die Impfungen gegen Corona vor. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Das mobile Impfzentrum macht Station im oberen Vogtland. Aus gleich sechs Gemeinden werden 360 über 80-Jährige gegen das Coronavirus geimpft. Die Zeichen, dass das Pilotprojekt ausgeweitet wird, stehen günstig.

Der Testlauf einer rollenden Impfstationen wird fortgesetzt. Am Mittwoch macht die mobile Einheit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) für drei Tage Halt in Adorf (Vogtlandkreis). Die Impfung ist vorgesehen für über 80-Jährige, die nicht in einer Pflegeeinrichtung leben, aber mobil eingeschränkt sind. «Wir stellen an den drei Tagen insgesamt 360 Impfdosen zur Verfügung», erläuterte Kai Kranich, Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Sachsen. Am vergangenen Wochenende sei der Einsatz mobiler Stationen in Bannewitz (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) und Großhartmannsdorf (Mittelsachsen) bereits ein großer Erfolg gewesen.

Neben Adorf haben die obervogtländischen Städte Bad Elster, Bad Brambach, Markneukirchen, Schöneck und Klingenthal die Impfung in dem zur Arztpraxis umgebauten Sattelauflieger organisiert. «Das Impfzentrum in Eich ist für viele Menschen mit fast 90 Minuten Fahrtzeit zu weit weg. Daher sind wir froh, dass zumindest ein kleiner Anteil der über 80-Jährigen hier geimpft wird», sagte Adorfs Bürgermeister Rico Schmidt. In Zusammenarbeit mit den Pflegediensten habe man sich zunächst auf die Menschen konzentriert, die am wenigsten mobil sind, erklärte der SPD-Politiker.

Jede der sechs Gemeinden habe 60 Impftermine vergeben. «Es hätten aber auch deutlich mehr sein können. Bei uns leben mehr als 500 über 80-Jährige, in Klingenthal sind es wohl um die 900», erläuterte Schmidt. Es wurden auch Wartelisten erstellt, für den Fall, dass jemand kurzfristig absagen muss. «Ohne Termin und schriftlicher Benachrichtigung sollte aber niemand kommen.»

Bürgermeister Schmidt setzt für alle diejenigen, die dieses mal leer ausgegangnen sind darauf, dass bald auch Hausärzte gegen das Coronavirus impfen dürfen. Und bis es so weit ist, hofft er, dass das rollende Impfzentrum des DRK bald wieder Station im Vogtland macht. Und die Zeichen dafür stehen gar nicht so schlecht.

«Wir schließen uns der positiven Zwischenbilanz an, die das DRK am Wochenende gezogen hat», teilte das sächsische Sozialministerium mit. Ob und inwieweit eine Ausweitung umgesetzt werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören die Verfügbarkeit des Impfstoffes, die Änderung der Impfverordnung des Bundes sowie die Vorbereitung und Abstimmung vor Ort.

Für den DRK-Sprecher ist das Engagement der Gemeinden entscheidend für den Erfolg. Schließlich seien sie für die Infrastruktur und die Organisation wie die Ansprache der Zielgruppe verantwortlich, erläuterte Kai Kranich. Wie schnell die Gemeinden aber sein können, zeigt das Beispiel von Adorf und den Nachbargemeinden. «Wir wurden Mitte vergangener Woche informiert, hatten tags darauf gleich die erste Lagebesprechung und haben alles hinbekommen», sagte Rico Schmidt.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH