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Kretschmer: Keine Notwendigkeit für Krankenhaus-Schließungen

06.01.2020 von

Foto: Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, sitzt in seinem Arbeitszimmer. Foto: Robert Michael/dpa

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sieht keine Notwendigkeit, Klinikstandorte in Sachsen zu konzentrieren oder zu schließen. «Ich sehe Sachsen da nicht an vorderster Stelle, Veränderungen zu leisten», sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Wenn es Probleme gebe, dann nur punktuell. «‎Wir haben eine Kliniklandschaft, die solide und konsolidiert ist», betonte Kretschmer. Das sei der Unterschied zu vielen anderen Bundesländern, in denen solche schmerzlichen Schritte ‎nicht gegangen wurden‎.

Gab es Anfang der 1990er Jahre noch rund 100 Kliniken in Sachsen, ist deren Zahl mittlerweile auf 78 geschrumpft. Von den Krankenhäusern befinden sich 34 in öffentlicher Trägerschaft, darunter auch die beiden Unikliniken in Dresden und Leipzig. Viele Häuser geraten zunehmend unter Druck. Sven U. Langner, Vorsitzender der Krankenhausgesellschaft Sachsen schätzt, dass mindestens 10 Prozent der Einrichtungen in einer schwierigen Lage sind. «Das wirtschaftliche Bedrohungspotenzial für die Häuser nimmt zu.»

Kürzlich kündigten etwa die Malteser an, ihre Kliniken in Kamenz und Görlitz verkaufen zu wollen. Auch das Städtische Klinikum Dresden mit seinen vier Einrichtungen steckt in Finanznöten: Für 2019 rechnet das Klinikum mit einem Minus von 8,9 Millionen Euro.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, sitzt in seinem Arbeitszimmer. Foto: Robert Michael/dpa

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