In Sachsen gibt es keinen bestätigten Fall einer Infektion mit dem neuen Coronavirus. Das sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) in einer am Freitagnachmittag auf Facebook verbreiteten Videobotschaft. Die Ministerin versicherte, dass die Menschen zuverlässig auf dem Laufenden gehalten würden. «Das Robert-Koch-Institut, das Ministerium und ich informieren Sie immer wieder über die aktuelle Entwicklung», sagte Köpping und wandet sich damit direkt an die Bürger.
Die Ministerin rief dazu auf, Ruhe zu bewahren. Es gelte vorsichtig zu sein, aber keine Panik zu schüren. Hamsterkäufe seien unnötig. «Sie brauchen keine Einkäufe zu machen, die über das normale Maß hinausgehen», betonte sie.
Ein verdächtiger Fall aus Görlitz wird seit Freitag im Labor untersucht. Wie der behandelnde Arzt am Nachmittag, hatte sich eine Patientin mit entsprechenden Symptomen am Vormittag in seiner Praxis gemeldet. Sie arbeite in einer Firma, deren Chef Italiener ist und in der vergangenen Woche von einer Reise in sein Heimatland zurückgekehrt sei. Auch er soll grippeähnliche Symptome haben. Mit einem Ergebnis des Labortests rechnet der Arzt Freitagabend oder Samstag. Über den Fall hatten am Freitag auch die Online-Ausgaben der «Sächsischen Zeitung» und «Bild-Zeitung» berichtet.