Die steigenden Corona-Inzidenzen und damit einhergehenden Personalausfälle sorgen für eine angespannte Lage in den sächsischen Kliniken und Schulen. Aus Sicht der Krankenhausgesellschaft Sachsen ist die Funktions- und Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser zum Teil «gravierend eingeschränkt». «Somit ist gegenwärtig eine schnelle Rückkehr in eine gewünschte normale Regelversorgung aus unserer Sicht bis auf Weiteres nicht absehbar», sagte Geschäftsführer Stephan Helm am Mittwoch laut Mitteilung.
Die coronabedingten Personalausfälle hätten ernste Folgen für die Versorgung der Patientinnen und Patienten. Die absehbaren Erlösausfälle machten sich aber auch bei der wirtschaftlichen Situation der Krankenhäuser bemerkbar. Die Krankenhausgesellschaft Sachsen forderte daher eine nochmalige Verlängerung von coronabedingten Ausgleichszahlungen.
Die Zahl der an Corona erkrankten Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern war zuletzt gestiegen. Mit Stand Dienstag ist die Überlastungsstufe mit 1312 Infizierten auf den Normalstationen inzwischen knapp überschritten. Auf den Intensivstationen ist die Lage dagegen noch etwas entspannter - dort werden zurzeit 171 Corona-Infizierte behandelt. Der Überlastungswert liegt hier bei 420 Menschen.