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Fälle von Tuberkulose in Sachsen auf niedrigem Niveau

Das Niveau der Tuberkulose-Erkrankungen in Sachsen verharrt auf niedrigem Niveau. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Dresden vom Mittwoch zum Welttuberkulosetag (24. März) wurden im vergangenen Jahr 117 registriert und damit 15 weniger als 2020. Darunter seien 88 Fälle behandlungsbedürftiger Lungentuberkulose (TBC). Mit 2,2 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner liege der Freistaat in diesem Bereich weiter deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 4,7.

Für Ministerin Petra Köpping (SPD) gibt es dennoch keinen Grund zur Entwarnung. «Wir müssen Tuberkulose noch immer sehr ernst nehmen», sagte sie. Um deren Ausbreitung wirksam einzudämmen, brauche es ein entschlossenes und gemeinsames Vorgehen aller Stellen. Nach Ministeriumsangaben ging die Zahl der Neuerkrankungen auch bundesweit weiter zurück. Dem Robert Koch-Institut (RKI) wurden insgesamt 3896 Fälle gemeldet - der niedrigste Wert seit Einführung des Infektionsschutzgesetzes 2001 -, und nach 4127 Erkrankungen für das Jahr zuvor.

Die Infektionskrankheit wird mittels Tröpfchen über die ausgeatmete Luft, vor allem beim Husten und Niesen Erkrankter freigesetzt und übertragen. Sie betrifft oft die Lunge, kann aber auch an anderen Organen auftreten. International ein Problem sind durch Erreger verursachte Tbc-Erkrankungen, bei denen mehrere der bewährtesten Medikamente nicht mehr wirksam sind, erklärte das Ministerium. Der Anteil multiresistenter Tuberkulosen habe sich in Deutschland weitgehend stabilisiert bei rund drei Prozent. In Sachsen seien es aktuell knapp vier Prozent - nach Schwankungen zwischen knapp einem und sieben Prozent in den vergangenen fünf Jahren.

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