Die Polizei hat im Auftrag der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) in Dresden eine «Gemeinwohlkasse» der «Reichsbürger» durchsucht und versiegelt. Am Donnerstag waren im Stadtteil Laubegast etwa zehn Beamte im Einsatz und transportierten mehrere Kisten mit Material ab. Die Bafin informierte mit einem Schreiben im Schaufenster des betroffenen Ladengeschäfts und auf ihrer Website über das Vorgehen. Von der Aktion waren demnach auch sogenannte Repräsentanzen der «Gemeinwohlkasse» in Wittenberg (Sachsen-Anhalt) und Menden (Nordrhein-Westfalen) betroffen.
Das Vorgehen richtet sich gegen den selbsternannten «König» des «Königreichs Deutschland», Peter Fitzek: «Peter Fitzek sammelt aktuell unter der Bezeichnung 'GemeinwohlKasse' Gelder von Verbraucherinnen und Verbrauchern ein und verspricht, diese später zurückzuzahlen. Darüber hinaus bietet er Krankenversicherungsverträge an, aktuell unter der Firma 'Deutsche Heilfürsorge'. Die für das Einlagen- beziehungsweise Versicherungsgeschäft erforderlichen Erlaubnisse hat Herr Fitzek nicht», teilte die Bafin mit.