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Kritik an Linken-Abgeordneter nach «LinX»-Demo in Leipzig

Maskierte Teilnehmer stehen hinter einer Barrikade. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa
Maskierte Teilnehmer stehen hinter einer Barrikade. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Nach der «Wir sind alle LinX»-Demo in Leipzig steht Linken-Landtagsabgeordnete Juliane Nagel als Anmelderin in der Kritik. Innenminister Roland Wöller (CDU) erklärte am Samstag, es sei eine Grenze überschritten, wenn auf einer Demo, die Nagel angemeldet und angeführt habe, Gewalt ausgeübt und offen Morddrohungen gegen Ermittler gezeigt würden. Die Partei solle sich umgehend von ihrer Landtagsabgeordneten distanzieren.

Nagel war am Samstag bei der Demo mitgelaufen. Am Abend hatte sie ein Statement auf Twitter gepostet: «Festzuhalten bleibt: Es waren 5000 Antifaschist*innen gegen Rechtsruck, Neonazis, rechte Netzwerke in Behörden auf der Straße. Wenn Pyrotechnik nun die Gemüter erhitzt, ist das schief. Was nicht geht sind krude Drohungen gegen Personen», schrieb sie.

Die Leipziger Linken wandten sich ebenfalls via Twitter gegen Gewalt und Bedrohungen: «#Antifaschismus: Ja! Dafür auf die Straße gehen: Ja! Gewalt & Bedrohungen von Personen: Nein, da gibt es bei uns keine zwei Meinungen», schrieben sie. Die Mehrzahl der Demonstranten sei friedlich gewesen, einige wenige nicht. Linken-Bundeschefin Janine Wissler sagte dem Portal watson: «Gewalt gegen Menschen ist vollkommen inakzeptabel, Gewalt gegen Sachen lehnen wir ab.»

Eine Gruppe schwarz Vermummter innerhalb der Demonstration hatte am Samstag ein Banner getragen, dass eine Drohung gegen den Chef der Extremismus-Einheit PTAZ der sächsischen Polizei zeigte.

Leipziger Linke auf Twitter

Jule Nagel auf Twitter

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH