Die Corona-Pandemie hat dem Dresdner Zoo einen erheblichen Verlust an Besuchern und damit an Einnahmen beschert. Im vergangenen Jahr kamen rund 627 000 Gäste, knapp 30 Prozent weniger als im Vorjahr, wie Direktor Karl-Heinz Ukena am Mittwoch anlässlich der Zoo-Inventur mitteilte.
Bis Jahresende habe es etwa eine Million Euro Einnahmeverlust gegeben. Die Dresdner hätten dem Zoo in der Pandemie aber die Treue gehalten: «Mit der Stadt Dresden haben wir zudem einen starken Gesellschafter, der uns bezuschusst, so dass die laufenden Kosten gedeckt sind. Die Versorgung unserer Tiere und Absicherung aller Arbeitsplätze war zu keinem Zeitpunkt gefährdet.»
Trotz der Krise gehen die Planungen für das neue Orang-Utan-Haus weiter. Es soll mit 17 Millionen Euro Kosten das größte Bauprojekt in der Geschichte des Zoos werden. Der Baustart ist im Sommer geplant. Die Zucht von Orang-Utans hat in Dresden eine lange Tradition.
Mit einem Investitionszuschuss der Stadt rechnet man aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage nicht. Deshalb soll ein Kredit in Höhe von 12 Millionen Euro aufgenommen werden, hieß es. Die Restsumme soll aus Eigenmitteln und Spenden finanziert werden. Bis Jahresende seien bereits 126 000 Euro Spenden dafür eingegangen. Insgesamt will man zehn Prozent der Bausumme von Spendern einwerben.