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Drohnen sollen junge Wildtiere bei beginnender Mahd schützen

Drohnen sollen junge Wildtiere bei der nun beginnenden Mahd schützen. Die Fluggeräte sind mit Wärmebildkameras und einer Erkennungssoftware ausgerüstet und können Tiere im hohen Gras entdecken. Sachsens Agrarminister Wolfram Günther (Grüne) verwies am Samstag noch einmal darauf, dass der Bund den Einsatz von Drohnen zur Rettung von Jungtieren fördert. Seit März könnten Vereine Fördermittel für die Anschaffung der Geräte bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung beantragen, hieß es.

«Rehkitze oder nicht flügge Jungvögel sind besonders gefährdet, wenn die Mähmaschine kommt. Mir geht es deshalb darum, sie möglichst vor schweren Verletzungen oder dem Tod zu bewahren», erklärte Günther. Die Landwirte seien gesetzlich verpflichtet, junge Tiere bei der Mahd zu schützen. Das A und O sei dabei eine enge Kommunikation zwischen Agrarbetrieben, örtlicher Jägerschaft, Unternehmen und gegebenenfalls dem Naturschutz. Gezielte Absprachen würden viele Tierleben retten können.

Günther zufolge kann eine Schutzmaßnahme auch sein, die zur Mahd anstehende Fläche vorher mit Jagdhunden abzusuchen. Zudem ließen sich gefährdete Tiere erfolgreich vertreiben, wenn sie einen halben bis einen ganzen Tag vor der Mahd zum Beispiel mit dem Anbringen von Flatterbändern und Knistertüten in Unruhe versetzt werden. Dann habe die Ricke Zeit, ihre Kitze rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Reh-Mütter legen ihren Nachwuchs in dieser Jahreszeit gern im hohen Gras ab, wenn sie selbst auf Nahrungssuche gehen.

Informationen zur Projektförderung Drohnen

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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