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Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Leipzig in Sachen Mobilität ganz weit vorn

Die Sachsenmetropole Leipzig nimmt Fahrt auf! Fast 700.000 Einwohner zählt bereits die Stadt, Tendenz steigend. Zusätzlich strömen täglich viele tausend Pendler in das Stadtgebiet, Studenten und ein aufsteigendes Startup Zentrum machen Leipzig zu einer modernen pulsierenden Großstadt. Das zeigt auch die Studie ‚Digital mobil in Deutschlands Städten’ von PLR und Price Waterhouse, Coopers, die untersucht, wie deutsche Großstädte an mobile Herausforderungen herangehen. Leipzig steht hier unter den Top 25 Großstädten in Deutschland auf dem ersten Platz. Nicht zu Unrecht, wie unsere Recherchen zeigen.

Eine App für das gesamte Mobilitätsangebot

Die Leipziger Verkehrsbetriebe stellten sich frühzeitig auf die Digitalisierung ein und entwickelten eine Informationsquelle für all ihre Mobilitäts-Angebote: die Tickets für Bus und Bahn, Reisen in andere Städte, das Nutzen von Leihfahrrädern, und das Buchen von Carsharing Angeboten in Leipzig – kompakt auf einer Smartphone App! Und das Carsharing Angebot soll zukünftig noch überregional genutzt werden können, um so die vielen Pendler aus den umliegenden Gemeinden zu erreichen.

Leipzig wird Fahrradstadt

In Sachen Bikesharing haben sich die Macher einen besonderen Bonus für die Nutzer der Leipzig mobil App ausgedacht. Die Leipzig mobil Kunden erhalten jeden Monat zehn Stunden Bikesharing inklusive. Das monatliche Kontingent kann dabei flexibel genutzt werden. Die Stadt strebt hierbei auch einen Anstieg der Radstrecken von heute 17 (laut ADFC in Leipzig) auf 25 Prozent an. Die Vorraussetzungen dafür sind gut.

Genug Saft aus der Dose?

Auch in Sachen Ladestationen mischt Leipzig vorne mit. Über 160 Ladepunkte gibt es in der Stadt aktuell, die privaten Ladestationen nicht mitgezählt. Für die rund 200 Elektroautos, die in Leipzig gemeldet sind eine geradezu optimale Versorgung im Vergleich zu anderen Städten. So geht man in Leipzig davon aus, dass die aktuelle Zahl an Ladepunkten für die nächsten ein bis zwei Jahre ausreicht.  „Von einer Vollauslastung der Stationen sind wir noch weit entfernt“, so der Oberbürgermeister Burkhard Jung.

Doch Leipzig setzt auch auf seine Unternehmen, wenn es um die Förderung der Elektromobilität geht. Ein Mittelstandsförderprogramm wurde gestartet, das in den ersten 12 Monaten 25 Unternehmen unterstützte. Die Bedingungen sind möglichst einfach gehalten: Es werden Unternehmen über 3 Monate gefördert, welche Elektromobilität im eigenen Fuhrpark testen möchten. Die Förderquote beträgt 70%, maximal 1.050€ werden pro Quartal ausgezahlt. Unternehmen, die darauf anspringen, sind hauptsächlich Pflegedienste, Handwerker oder Catering Unternehmen. Unternehmen also, deren Tagesstrecken unter 100 Kilometer liegen. Passt perfekt. 

Auch die großen Unternehmen stehen im Mobilitäts-Fokus

Die Stadt lässt bei all den Aufgaben einen wesentlichen Punkt nicht aus den Augen: Die Zusammenarbeit und das gegenseitige Lernen. So wurde ein Cluster Elektromobilität eingerichtet, der neben den Leipziger Verkehrsbetrieben und dem Leipziger Energieversorger große Unternehmen wie BMW und Porsche, aber auch Verbände, Forschungseinrichtungen und Hochschulen beinhaltet.

Gerade die beiden großen Fahrzeughersteller BMW und Porsche investieren an ihren Leipziger Standorten kräftig. BMW investiert nach eigenen Angaben 200 Millionen Euro in sein Leipziger Werk, an dem unter anderem die heutigen Elektro- und Hybridmodelle i3 und i8 gebaut werden.

Fazit: Leipzig stellt sich den modernen Mobilitäts-Herausforderungen und beteiligt auf diesem Weg Bewohner, städtische Einrichtungen und Unternehmen – die digitale Mobilität des 21. Jahrhunderts ist zumindest in Leipzig angekommen.

Text: Michael Brecht (emobilitaetblog.de)
Bild: Pressebild Stadtwerke Leipzig

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