Um die Elektromobilität zu fördern, will die EU den Ausbau von Ladestationen mit 800 Millionen Euro unterstützen. In vielen Regionen hapert es mit der Elektromobilität vor allem daran, weil es zu wenig Ladestationen gibt. Gerade in den Ländern, in denen viele Menschen zur Miete wohnen und kein Eigenheim besitzen, wirken fehlende Stromtankstellen als größter Hemmschuh für den Absatz von Elektroautos. Denn viele Mietgaragen, Tiefgaragen, Stellplätze, etc. verfügen über keine Stromversorgung für eine Ladestation. Auch wer über eine Eigentumswohnung mit einem Stellplatz verfügt, kann nicht automatisch eine Ladestation installieren lassen, da die übrigen Eigentümer in vielen Konstellationen zustimmen müssen. Viele Wohnungsbaugesellschaften und andere Vermieter lassen die Ladestationen nicht installieren, weil sie noch keine Notwendigkeit sehen, dafür Geld auszugeben. So entsteht das typische Henne-Ei-Problem: Die Vermieter wollen keine Ladestation installieren lassen, weil es keine Nachfrage gibt und die Mieter kaufen kein Elektroauto, weil sie keine Lademöglichkeit in der Nähe haben.
Text: Kai Domroese via FAZ.net
Foto: Kai Domroese