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Eisregen in Dresden: Winterdienst kämpft gegen gefährliche Glätte

Seit dem frühen Morgen werden die Straßen in Dresden gestreut und geräumt.  / Foto: Daniel Wagner/dpa
Seit dem frühen Morgen werden die Straßen in Dresden gestreut und geräumt. / Foto: Daniel Wagner/dpa

In der Nacht zu Dienstag kam es in Dresden durch Sprühregen und Bodenfrost zu gefährlichen Rutschbahnen auf Straßen und Gehwegen. Der Winterdienst arbeitet fleißig, doch es gibt Einschränkungen im Busverkehr.

Sprühregen bei Bodenfrost hat in der Nacht zu Dienstag Straßen, Gehwege und Haltestellen in Dresden in gefährliche Rutschbahnen verwandelt. Winterdienst und Verkehrsbetriebe arbeiten seit den frühen Morgenstunden auf Hochtouren.

Winterdienst seit 2 Uhr im Dauereinsatz

Bereits seit 2 Uhr morgens sind 48 Arbeitskräfte mit 42 Streuwagen im Stadtgebiet unterwegs, um Straßen und Radwege mit Tausalz und Streumittel passierbar zu machen. Besonders an Steigungen kommt es laut Stadtverwaltung zu erheblichen Problemen. Der dicke Eispanzer hat sich flächendeckend auf Straßen und Gehwegen gebildet.

Straßenbahnen fahren wieder nach Fahrplan

Das Straßenbahnnetz wird seit 8 Uhr nach Fahrplan bedient. Dass es nicht zu größeren Ausfällen kam, ist dem aktiven Winterdienst der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) zu verdanken. Die vorbeugende Behandlung der Fahrleitungsanlage mit einer Glycerin-Mischung zahlte sich aus.

In den Betriebshöfen mussten Fachleute allerdings in den frühen Morgenstunden einen dicken, isolierenden Eispanzer manuell von der Fahrleitungsanlage abschlagen. Ab 4.30 Uhr konnten die Straßenbahnen, die nachts im Depot gestanden hatten, die Betriebshöfe verlassen. Seit 6 Uhr wird im Straßenbahnnetz weitestgehend regelmäßig gefahren. Rutschende Autos auf den Straßen sorgen stellenweise für leichte Verspätungen.

Busse mit Einschränkungen unterwegs

Deutlich schwieriger gestaltete sich der Einsatz der Busse. Die Verkehrsmeister mussten zunächst alle Strecken auf ihre Befahrbarkeit prüfen. Besonders die Bergstrecken stellten ein kaum zu bewältigendes Hindernis dar. Seit der Nacht koordinierten DVB-Leitstelle und städtischer Winterdienst die zu streuenden Strecken.

Ab 5.45 Uhr konnten die Busse die Betriebshöfe verlassen. Seit 8 Uhr verkehren die Buslinien weitestgehend regelmäßig, allerdings mit stellenweise größeren Verspätungen. Die Fahrer müssen sich wie alle Verkehrsteilnehmer auf den Straßenzustand einstellen – nach dem Prinzip "Sicherheit vor Fahrplaneinhaltung".

Aktuell können aufgrund der Glätte folgende Streckenteile nicht bedient werden:

Linie 66: Zwischen Altkaitz und Südhöhe wird eine kurze Umleitung über die B170 gefahren.
Linie 84: Strecke Steglichstraße bis Rochwitz ist gesperrt. Ein Bus ist dort aufgrund der Straßenglätte liegengeblieben, der Winterdienst wurde verständigt.
Linie 85: Im Bereich der Hepkestraße erfolgt eine Umleitung zwischen Emanuel-Goldberg-Platz und Zwinglistraße über den Pohlandplatz.

Kleinere Lücken im Busverkehr ergeben sich auch, weil manche Fahrer nicht pünktlich von ihren Heimatorten zur Arbeitsstelle gelangen konnten.

Vorsicht an Haltestellen

Die DVB warnen: An vielen Haltestellen besteht weiterhin erhebliche Glättegefahr. Fahrgäste sollten dort mit größter Vorsicht agieren. Zwar sind flächendeckend Winterdienste der DVB und gebundener Vertragsfirmen unterwegs, doch können diese nicht überall gleichzeitig sein. Die Bahnsteige und deren Zuwegungen werden erst in den Vormittagsstunden vollständig abgestumpft sein.

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