Das Jahr 2025 hat den Klimatrend in Dresden erneut bestätigt: Es war deutlich zu warm, außergewöhnlich trocken und sehr sonnig. Mit einer Jahresmitteltemperatur von 10,4 Grad Celsius lag die Elbmetropole um 1,5 Grad über der Klimareferenzperiode 1961 bis 1990. Damit reiht sich 2025 in die Serie überdurchschnittlich warmer Jahre ein, auch wenn die Abweichung etwas geringer ausfiel als im bundesweiten Durchschnitt, wo die Temperaturen um 1,9 Grad über dem Referenzwert lagen.
Weniger Frost, mehr Hitze
Die klimatischen Veränderungen zeigen sich auch in der Temperaturverteilung über das Jahr. Mit 76 Frosttagen lag die Zahl fünf Tage unter dem Referenzwert. Noch deutlicher war der Rückgang bei den Eistagen, an denen die Temperatur den ganzen Tag unter null Grad bleibt: Statt durchschnittlich 27 wurden nur sieben solcher Tage gemessen. Längere Kälteperioden blieben damit aus.
Auf der anderen Seite gab es 43 Sommertage mit Temperaturen über 25 Grad – fünf mehr als im langjährigen Mittel. Die Zahl der heißen Tage mit mindestens 30 Grad lag mit 15 sogar mehr als doppelt so hoch wie der Langzeitdurchschnitt. Diese Hitzetage traten vor allem im Juni auf, also zu Beginn des Sommers, was als besonders belastend empfunden wird, da sich der Körper noch nicht an hohe Temperaturen gewöhnt hat.
Folgen für Stadtbäume und Schulbetrieb
Die anhaltende Trockenheit und Wärme hatte spürbare Auswirkungen auf das Stadtleben. Das Grundwasser konnte sich kaum neu bilden, sodass die Grundwasserstände das ganze Jahr über kontinuierlich sanken. Die städtischen Bäume litten abermals unter diesen Bedingungen. Bereits im April – einen Monat früher als üblich – musste die Stadt mit der Wässerung der rund 6.000 Jungbäume beginnen. Aufgrund der hohen Temperaturen kam es sowohl zum Schuljahresende als auch zum Schuljahresbeginn zu Einschränkungen des Unterrichts.