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Das gibt es noch? Autoradio-Diebstahl in Dresden-Leuben

Das gibt es noch? Autoradio-Diebstahl in Dresden-Leuben
Eigentlich nicht mehr im Fokus von Autoeinbrechern: das klassische Autoradio. Symbolfoto: pixabay/Pezibear
Von: Cornelius de Haas

Zwischen Sonntagnachmittag und Montagnachmittag haben Unbekannte aus einem VW-Transporter auf der Straße Altleuben in Dresden-Leuben das Autoradio gestohlen. Die Täter gelangten auf bislang ungeklärte Weise ins Innere des Kleinbusses und bauten das Radio im Wert von etwa 200 Euro aus. Wie die Einbrecher in den Wagen gelangten, ist derzeit Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Ein Delikt mit sinkenden Zahlen

Der Diebstahl klassischer Autoradios gilt in der Branche als zunehmend seltenes Phänomen. Experten schätzen, dass solche Delikte in den vergangenen 15 bis 20 Jahren deutlich zurückgegangen sind. Während in den 1990er und 2000er Jahren Autoradio-Diebstähle zu den häufigsten Kfz-bezogenen Delikten zählten, spielen sie heute kaum noch eine Rolle in der Kriminalstatistik.

Die Gründe für den Rückgang sind nach Einschätzung von Branchenbeobachtern vielfältig. Einfache Autoradios sind mittlerweile sehr günstig im Handel erhältlich, sodass sich ein Diebstahl wirtschaftlich kaum lohnt. Zudem sind moderne Fahrzeuge mit integrierten Multimediasystemen ausgestattet, die speziell für bestimmte Modelle entwickelt wurden und sich nicht einfach in andere Autos einbauen lassen.

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Kriminelle haben ihr Interesse nach Einschätzung von Versicherern auf teure Multimedia-Komplettsysteme, Bordcomputer, hochwertige Lenkräder oder Katalysatoren verlagert, die deutlich wertstabiler sind. Der aktuelle Fall in Dresden-Leuben zeigt dennoch, dass ältere Fahrzeuge mit klassischen Autoradios weiterhin Ziel von Gelegenheitsdieben sein können – auch wenn diese Form der Kriminalität insgesamt als stark rückläufig gilt.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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