Im künftigen Baufeld für den Neubau der Carolabrücke sind bei der laufenden Kampfmittelsondierung 31 sogenannte „Störstellen“ in zwei bis vier Metern Tiefe entdeckt worden. 29 davon gelten laut Experten als unkritisch. Zwei Ortungen weisen jedoch größere Anomalien auf – hier besteht der Verdacht auf Bombenblindgänger.
„Im Bereich der Neustädter Seite wurden 31 Störstellen gefunden“, berichtet Dr. Michael Katzsch, Leiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes. „Die Änderungen des Erdmagnetfelds sind nicht natürlichen Ursprungs. Bei 29 Störstellen gehen wir aufgrund der Größe nicht davon aus, dass es sich dabei um Bomben handelt. Zwei Stellen haben größere Anomalien – das könnten theoretisch auch Rohre sein, was aber aufgrund der Lage unwahrscheinlich ist.“
Zwei Verdachtsstellen mit Evakuierungspotenzial
Ab Montag, 9. März 2026, sollen – vorbehaltlich eines planmäßigen Verlaufs – die beiden besonderen Verdachtspunkte überprüft werden. Sollte sich dabei ein scharfer Bombenblindgänger bestätigen, kann in der Woche vom 9. bis 13. März eine Entschärfung mit Evakuierung notwendig werden.
„Jeder Störpunkt wird einzeln abgearbeitet, für die kleinen Punkte reicht die Absperrung mit dem Bauzaun aus“, so Katzsch. „Für die größeren Stellen ist eine Absperrung im Radius von 150 Metern nötig, was auch die Sperrung des Elberadwegs auf der Neustädter Seite erforderlich macht. Für Radfahrer wird es aber eine Umleitung geben. Gebäude sind von der Sperrung nicht betroffen.“