Die Jury hat entschieden: Olga Martynova, eine russisch-deutsche Autorin, wird 2026 die Dresdner Stadtschreiberin. Nach der Sichtung von über 40 Bewerbungen fiel die Wahl auf Martynova, die mit ihren lyrischen und essayistischen Arbeiten beeindruckt. Die Antrittslesung wird voraussichtlich im Juni 2026 in der Zentralbibliothek im Kulturpalast stattfinden.
Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch äußerte sich begeistert über die Entscheidung der Jury: „Olga Martynova vereint in ihrem Werk das Poetische mit dem Philosophischen. Ihre Texte sind das Resultat der Erfahrung zweier Kulturen und zeichnen sich durch einen tiefen Bezug zur europäischen Literaturtradition aus.“ Mit ihrer Perspektive wird sie die literarische Szene Dresdens bereichern und einen Dialog zwischen Deutschland und Russland fördern.
Das Stadtschreiber-Stipendium der Landeshauptstadt Dresden wird für sechs Monate an Martynova vergeben. Es umfasst einen monatlichen Zuschuss sowie eine mietfreie Wohnung in der Stadt. Die Kooperation mit der Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden ermöglicht es der Autorin, sich intensiv dem literarischen Schaffen zu widmen und mit der Dresdner Leserschaft in Kontakt zu treten.