An der Grenze zu Polen hat die Polizei am vergangenen Wochenende 361 Migranten aufgegriffen und in Gewahrsam genommen. Die meisten von ihnen stammten aus Syrien und der Türkei, wie die Bundespolizei in Ludwigsdorf am Montag mitteilte. In vielen Fällen seien die Migranten von Schleusern abgesetzt worden, die sich danach aus dem Staub machten, hieß es. Oft informierten Anwohner die Polizei.
In Bad Muskau (Kreis Görlitz) hingegen fuhr ein Transporter mit 28 Menschen an Bord auf der Flucht vor der Polizei in einen Straßengraben. Fünf Insassen wurden schwer verletz in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der Notarzt wurde mit einem Rettungshubschrauber an den Unfallort gebracht. Ein 25-Jähriger, bei dem es sich offensichtlich um einen Beifahrer handelte, verletzte sich ebenfalls. Gegen ihn wurde Untersuchungshaft angeordnet. Der Schleuser flüchtete. Nach ihm wurde mit Hilfe eines Hubschraubers vergeblich gefahndet.
Nur wenige Stunden zuvor stoppten Einsatzkräfte des Zolls auf der Autobahn A4 bei Kodersdorf einen Transporter mit 23 Menschen auf der Ladefläche. Der Fahrer flüchtete. Auch bei ihm verlief die Suche mit einem Hubschrauber erfolglos.
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