„Nächster Halt: Reichenbachstraße – Studentenwerk“, hallt es durch die komplette Straßenbahn. Sogar mit Kopfhörern in den Ohren, schaue ich auf. Die entspannte Musik läuft und ich beobachte wie immer die Menschen, die umher laufen.
Menschen. Viele Menschen. Mehr als sonst. Ich muss schmunzeln.
Das Mädchen, was neben mir sitzt, hat eine schwarz-weiße Tasche der Technischen Universität Dresden. Sie blickt neugierig hinein. Ich lächle. Es wurden wohl die Taschen für die Erstsemester verteilt.
„Nächster Halt. Nürnberger Platz“, ertönt es.
Die Straßenbahn wird leer. Diejenigen, die aussteigen, schauen nach links, nach rechts; halten einen Plan in der Hand und laufen dann einfach gemeinsam los ... und ich muss unwillkürlich an mein erstes Semester denken.
Ewig ist es her, dass ich durch die Straßen Dresdens geirrt bin und mich fragte, wie ich in 20 Minuten aus Dresden Strehlen zum Nürnberger Platz kommen sollte. Und eines habe ich gelernt: Es ist unmöglich, ohne Anfang oder Ende einer Vorlesung zu verpassen.