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Rektorin: Exzellenz ist für die TU eine Erfolgsgeschichte

Die Technische Universität Dresden (TUD) hat nach Einschätzung von Rektorin Ursula Staudinger mit ihrem Exzellenzstatus national und international an Renommee gewonnen. «Nach zehn Jahren fällt die Bilanz positiv aus. Das ist eine Erfolgsgeschichte. Wir haben Handlungsspielräume und Möglichkeiten erhalten, die wir ohne den Titel nicht gehabt hätten», sagte die Professorin im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Die Exzellenz habe nicht nur die Sichtbarkeit der Universität erhöht, sondern auch die Rekrutierung bedeutender Forscherinnen und Forscher aus aller Welt erleichtert. «Die TU Dresden wird in einem neuen Licht gesehen und als attraktive Arbeitgeberin wahrgenommen.»

Die Exzellenzinitiative des Bundes habe eine «Win-Win-Spirale» bewirkt, sagte Staudinger, die als Psychologin und Altersforscherin viele Jahre an einer US-amerikanischen Universität tätig war. Von 2012 bis 2026 würden insgesamt 417 Millionen Euro an die TU Dresden fließen. Zudem habe sich auch die Einwerbung von Drittmitteln seit 2012 jährlich von 227 Millionen Euro auf 305 Millionen Euro erhöht. Das hänge nicht zuletzt mit den herausragenden Forscherinnen und Forschern zusammen. «Diese positive Feedbackschleife setzen wir nun auch in der Lehre um. Wir möchten auch in der Lehre ganz vorn stehen und neueste Erkenntnisse exzellenter Forschungsgebiete schon in die Bachelor-Ausbildung einfließen lassen.»

«Unsere Vision besteht darin, die TU Dresden dauerhaft als Spitzenuniversität zu etablieren - als global bezogene und regional verankerte Universität für das 21. Jahrhundert», erklärte die Rektorin. Mit Forschung und Lehre wolle man Beiträge zur Lösung der globalen Herausforderungen leisten, vor denen die Menschheit stehe. Als Beispiel nannte sie die Klimakrise, demokratiefeindliche Entwicklungen, die Digitalisierung und den demografischen Wandel. Dabei müsse die TUD ihre internationale Sichtbarkeit weiter erhöhen. Schon heute habe man einen Anteil ausländischer Studierender von knapp 19 Prozent - eine Verdopplung seit 2012.

Staudinger zufolge befasst sich die TU Dresden bereits heute mit dem Fortbestand des Exzellenzstatus und der drei Exzellenzcluster. Das sei eine Priorität. Es gelte aber auch Sorge zu tragen für den Zusammenhalt in der Universität. Bereiche der TUD, die nicht explizit an der Exzellenz beteiligt seien, dürften nicht vergessen werden. «Wir möchten die positiven Spillover-Effekte aus der Exzellenzinitiative - also die Ausstrahlungseffekte auf andere Bereiche der Universität - sicherstellen. Es darf keine Frontbildung oder Zwei-Klassen-Gesellschaft innerhalb der Universität geben.» Dafür wolle das Rektorat Sorge tragen.

«Auch deshalb haben wir nach meinem Amtsantritt im Sommer 2020 ein Prorektorat für Universitätskultur geschaffen. Es muss einen gemeinsamen Wertekanon geben», sagte die Rektorin. Gegenseitige Wertschätzung sei eine Grundbedingung des Miteinanders genauso wie Redlichkeit im Handeln. «Wir halten die Offenheit für andere Meinungen und Perspektiven für einen unerlässlichen Motor der Innovation.» Oftmals werde in der Wissenschaft Führungskultur vernachlässigt. Doch genau darauf lege die TU Dresden großen Wert. Nicht zuletzt müsse der Campus so gestaltet sein, dass es zu einem offenen Austausch von Studierenden, Professoren und Mitarbeitern auch mit Menschen aus der Stadtgesellschaft und der Region kommen kann.

Nach Staudingers Worten kann eine Universität ein Modell für das Zusammenleben in der Gesellschaft sein. «Hier kann man das Grundhandwerkszeug der Demokratie und die Übernahme von Verantwortung lernen. Eine Universität gibt Raum zur Gestaltung und ermöglicht den Meinungsaustausch.» Es gehe darum, den Campus zu beleben und Diversität zu fördern. «Wir wollen für unseren weltoffenen Campus Studierende jeden Alters, Geschlechtes und jeder Sozialisation gewinnen. Es geht nicht nur darum, sie zu einem hohen fachlichen Können zu befähigen, sondern auch zu eigenständigem, kritischem Denken und zu Verantwortungsübernahme.»

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