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Lehrer-Maßnahmenpaket sichert hohen Bildungsstandard

03.01.2017 von

Die sächsische Staatsregierung sieht mit ihrem 213 Millionen Euro teuren Maßnahmenpaket gegen den Lehrermangel den «hohen Standard des sächsischen Bildungssystems» gesichert. Damit werde einer «der wichtigsten Berufe unserer Gesellschaft in Sachsen deutlich attraktiver» gemacht, sagte Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) am Mittwoch in Dresden. Mit der Einigung auf das umstrittene Paket habe die Koalition «Handlungsfähigkeit» beweisen, sagte sein Vize, Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD).

Tillich betonte, «dass Lehrer ein sehr seltenes Gut geworden ist». Der Mangel sei zum einen durch einen erhöhten Bedarf entstanden, zum anderen durch eine ungenügende Einschätzung der Entwicklungen der Schülerzahlen. Mit dem «insgesamt runden Paket», das unter anderem Zulagen für neue Lehrer und solche, die über das 63. Lebensjahr hinaus arbeiten, vorsieht, habe man nun eine «eigene Antwort» darauf gefunden.

«Wir können nun wirklich ausreichend Lehrerinnen und Lehrer einstellen», sagte Dulig. 722 zusätzliche Stellen sollen geschaffen werden. Auch die Attraktivität des Grundschullehrerberufs sei verbessert worden. Zudem würden Lehrerinnen und Lehrern Anreize geboten, «dass sie freiwillig mehr arbeiten». Rund ein Drittel der 32 000 Lehrkräfte in Sachsen arbeiten in Teilzeit.

Die Koalition hatte sich in der Nacht auf das Paket verständigt. Verhandlungen mit den Gewerkschaften waren zuvor gescheitert.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Sebastian Willnow

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