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SPD Sachsen: «Hände weg von Rente und Wochenarbeitszeit»

Eine ältere Frau hält verschiedene Euronoten in der Hand. / Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild
Eine ältere Frau hält verschiedene Euronoten in der Hand. / Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

Die sächsische SPD hat Forderungen nach einem späteren Renteneintritt und einer längeren Wochenarbeitszeit strikt zurückgewiesen. «Die Menschen verdienen bessere Löhne statt längerer Arbeitszeiten», erklärte Parteichef Henning Homann am Freitag und bezog sich damit auf Äußerungen des Arbeitgeberpräsidenten Jörg Brückner beim Neujahrsempfang der Vereinigung der sächsischen Wirtschaft (VSW), über den sächsische.de am Vortag berichtet hatte.

«Die Menschen in Sachsen arbeiten hart und werden zu oft schlecht bezahlt. Jetzt eine Diskussion über verlängerte Arbeitszeiten vom Zaun zu brechen, ist unverantwortlich», erklärte Homann. Mit der SPD werde es keine Verschlechterungen beim Renteneintrittsalter oder der Wochenarbeitszeit geben. «Viele arbeiten an der Grenze des Leistbaren. Dafür verdienen die Menschen Anerkennung und Respekt.» Wer viele Jahrzehnte hart arbeite, solle im Alter sicher leben können. Wer wie VSW und CDU das Renteneintrittsalter in Frage stelle, missachte diese Lebensleistung vieler Menschen. Homann erinnerte daran, dass die Monatslöhne in Sachsen noch immer 700 Euro unter dem westdeutschen Durchschnitt liegen, während die Menschen hier wegen längerer Arbeitszeiten zehn Tage im Jahr mehr arbeiten. «Diese Ungerechtigkeit muss beendet werden, dann fällt auch das Werben um Arbeitskräfte einfacher», hob der Parteichef hervor. Sachsen werde nur als Land guter Löhne und fairer Arbeitsbedingen wirtschaftlich erfolgreich sein. Deshalb müsse im Freistaat dringend die Tarifbindung erhöht werden.

«Sollte die Blockadehaltung mancher Wirtschaftsverbände anhalten, werden wir als Politik stärker eingreifen müssen.» Denkbar sei zum Beispiel, staatliche Aufträge oder Förderungen künftig nur noch an Unternehmen zu vergeben, die einen Betriebsrat und einen Tarifvertrag haben, erklärte Homann.

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