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Nach Streiks: Tarifverhandlungen gehen weiter

Im Tarifkonflikt im Einzelhandel Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens treffen sich Arbeitgeber- und Gewerkschaftsvertreter heute zur dritten Verhandlungsrunde in Leipzig. Beim Handelsverband Mitteldeutschland sei man «optimistisch, zu einem für beide Seiten tragbaren Ergebnis zu kommen», sagte dessen stellvertretender Geschäftsführer Knut Bernsen der Deutschen Presse-Agentur. Er verwies auf die jüngste Tarifeinigung in Baden-Württemberg. Die Beschäftigten sollen dort rückwirkend zum 1. Juni 2,3 Prozent mehr Geld bekommen, zum 1. April 2018 dann weitere 2,0 Prozent. Außerdem wurde eine Einmalzahlung von 50 Euro ausgehandelt.

«Ich gehe mit sehr viel Schwung in diese Verhandlung», sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi, Jörg Lauenroth-Mago. «Ich erwarte, dass die Arbeitgeber wahrnehmen, wie die Stimmung in den Betrieben ist.» In den vergangenen Wochen hatte die Gewerkschaft im Einzelhandel immer wieder zu Streiks aufgerufen. Verdi fordert für die Beschäftigten sechs Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber boten bisher 1,5 Prozent mehr Geld und im Folgejahr nochmals ein Prozent.

Nach Angaben des Handelsverbands Mitteldeutschland arbeiteten 2015 in den drei Ländern ungefähr 265 000 Beschäftigte im Einzelhandel. Aber nicht alle Betriebe sind tarifgebunden.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Patrick Seeger