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Jugendarbeitslosigkeit in Sachsen in der Pandemie gestiegen

Die Jugendarbeitslosigkeit in Sachsen ist in der Corona-Pandemie gestiegen. Der Anteil Betroffener betrug einer Statistik zufolge im vergangenen Jahr 7,0 Prozent - 1,5 Prozentpunkte mehr als im Bundesdurchschnitt. 2019 waren es im Freistaat 6,1 Prozent. «Zu vielen jungen Menschen in Sachsen fehlt die Perspektive. Durch die Corona-Pandemie hat sich die Lage noch verschlimmert», sagte Sabine Zimmermann, Bundestagsabgeordnete der Linken aus Zwickau, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Der Anteil habe in Sachsen wie schon im Vorjahr höher gelegen als die Arbeitslosenquote für alle zivilen Erwerbspersonen. Bundesweit sei das hingegen umgekehrt.

«Wenn sie einen Arbeitsplatz finden, ist er meist deutlich schlechter bezahlt als im Bundesschnitt. Kein Wunder, dass viele junge, oft gut qualifizierte Menschen unserem Bundesland den Rücken kehren und anderswo nach Arbeit suchen», betonte die Politikerin, die im Bundestag den Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend leitet. Sie hatte die Zahlen zur Jugendarbeitslosigkeit erfragt. In der Altersgruppe der 15- bis 25-Jährigen gab es demnach im Vorjahr in Sachsen 11 500 Arbeitslose, 2000 mehr als 2019.

Zimmermann zufolge ist vor allem der ländliche Raum immer noch ein Wegzugsgebiet. «Teils fehlt es auch an Ausbildungsangeboten in der betrieblichen wie auch in der überbetrieblichen Ausbildung. Wer aber zum Beispiel im Automobilbereich seine Ausbildung in Stuttgart macht, wird nicht nach Zwickau oder Leipzig zurückkehren.» Man brauche eine echte Ausbildungs- und Arbeitsmarktoffensive für junge Menschen in Sachsen. Hier sei die Staatsregierung in der Pflicht, Jugendliche und junge Erwachsene gezielt zu fördern.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH