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Gewerkschaft ruft zu Warnstreiks auf

«Bildung ist Mehrwert» steht auf Schildern, die von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an Beschäftigte verteilt werden. / Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild
«Bildung ist Mehrwert» steht auf Schildern, die von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an Beschäftigte verteilt werden. / Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst zu Warnstreiks aufgerufen. Aktionen soll es am kommenden Mittwoch (4. Mai) unter anderem in Chemnitz, Dresden, Leipzig, Halle, Dessau, Erfurt und Gotha geben, teilte die GEW am Mittwoch in Leipzig mit. Eine gemeinsame Streikkundgebung sei am Vormittag auf dem Richard-Wagner-Platz in Leipzig geplant.

«Vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde der Tarifverhandlungen im Sozial- und Erziehungsdienst wollen wir ein Signal an die Arbeitgeber senden, sich endlich zu bewegen, die frühkindliche Bildung aufzuwerten und die Arbeitsbedingungen zu verbessern», erklärte die sächsische GEW-Chefin Uschi Kruse. Die Arbeitgeber müssten sich ihrer Verantwortung stellen, ergänzte Eva-Gerth, GEW-Vorsitzende in Sachsen-Anhalt.

Nach Ansicht der Thüringer GEW-Chefin Kathrin Vitzthum arbeiten die Kolleginnen und Kollegen in diesem Bereich schon seit Jahren am Limit: «Frühkindliche Bildung braucht bessere strukturelle Bedingungen, damit der Beruf attraktiver und der Fachkräftemangel rechtzeitig beseitigt wird.»

Die Gewerkschaften verhandeln seit 25. Februar mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände unter anderem über Sonderregelungen für den Sozial- und Erziehungsdienst im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst. Laut GEW haben die Arbeitgeber bislang kein Angebot vorgelegt und zentrale Forderungen der Gewerkschaften zurückgewiesen.

Vor allem an Kitas, in der Sozialen Arbeit und der Behindertenhilfe müssten die Arbeitsbedingungen attraktiver sein, um Fachkräfte zu gewinnen, argumentieren die Gewerkschaften. Die Forderungen würden deshalb neben besserer Bezahlung auch Verbesserungen für Kita- Leitungen, Qualifizierung und genug Zeit für Tätigkeiten außerhalb der reinen Betreuungszeit umfassen.

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