Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Sachsen hat ein festes Regelwerk für Homeoffice eingefordert. DGB-Chef Markus Schlimbach sprach am Mittwoch von «Leitplanken». Während der Corona- Pandemie sei Homeoffice vielfach genutzt worden, es habe sich in weiten Teilen auch bewährt, sagte Schlimbach der Deutschen Presse- Agentur in Dresden: «Aber es wurde auch deutlich, dass es Regeln für die Nutzung von Homeoffice geben muss.»
Ordentliche Arbeitsbedingungen gehören nach Ansicht von Schlimbach genauso dazu wie die Einhaltung von Arbeitszeiten und Zeiten der Nichterreichbarkeit: «Der Küchentisch ist kein dauerhafter Arbeitsplatz. Homeoffice kann die Vereinbarkeit von Familie und Arbeit erleichtern. Dafür sind aber klare Abgrenzungen nötig, damit beides nicht verschwimmt», erklärte der DGB-Chef.
Schlimbach verwies auf eine Befragung der Hans-Böckler-Stiftung, wonach 77 Prozent der Nutzer von Homeoffice Familie und Beruf besser in Einklang bringen können. Nach einer aktuellen Befragung innerhalb der Sächsischen Staatsregierung hätten in Zeiten von Corona rund zwei Drittel der Beschäftigten diese Möglichkeit genutzt, 80 Prozent der Befragten wären damit zufrieden gewesen.